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Podcast: Kann man als Palliativpatient noch Lebensqualität haben?

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Im neuen Gesprächsformat „Talk aus der heilbar“ erfährst du alles, was du schon immer über das Sterben, den Tod und das Leben wissen wolltest – direkt, ehrlich, lebensnah und für alle verständlich.

Hier in Folge 6: Soweit bin ich noch nicht
Sozialpädagogin und Psychoonkologin Sabine Kronauer im Gespräch mit der Palliativ Care-Fachkraft Beate Birk zum Thema: Kann man als Palliativpatient noch Lebensqualität haben?

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Bitte liebe Eltern macht eine Patientenverfügung

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Raimund hatte die Bitte seiner Tochter und seines Sohnes um die Erstellung einer Patientenverfügung immer wieder aufgeschoben. Er würde die dann schon noch rechtzeitig machen, wenn sie notwendig wird. Raimund war ein sportlicher 86 jähriger Mann, der viel im seinem großen Garten arbeitete und nahezu täglich eine Runde mit dem Radl drehte. Der Arzt hatte ihm seine gute Konstitution bestätigt. Und er war ganz sicher die Vorboten einer Erkrankung wahrnehmen zu können.

Beim Reifenwechseln platzte ein Aneurysma in seiner Bauchschlagader. Raimunds Frau Grete fand ihn bewusstlos neben dem Auto, sie verständigte sofort den Notarzt und Raimund konnte in einer Klinik erfolgreich operiert werden. Leider hatte sein Gehirn schweren Schaden genommen, Raimund würde nie wieder erwachen. In der Klinik wurde er durch eine Kanüle in der Luftröhre einige Zeit beatmet, dann konnte er von der Beatmungsmaschine entwöhnt werden und wieder selbständig durch die Trachealkanüle atmen. Um die Ernährung von Raimund sicherzustellen wurde ihm ein Schlauch durch die Bauchwand in den Magen gelegt, über den er von nun an seine Nahrung bekommt.

Raimund wird zu Hause von einem 24 Stunden Pflegedienst betreut. Rund um die Uhr überwachen Krankenschwestern und Pfleger seine Atmung, versorgen seinen Körper und hängen Nahrung und Flüssigkeit an die Ernährungssonde an. Raimunds Körper funktioniert noch und es gibt kaum eine Möglichkeit dieses Leben zu beenden. Für Grete und die Kinder ist Raimunds Zustand schwer erträglich, viele Male hat er gesagt keinesfalls so leben zu wollen…aber er hat seine Wünsche nie zu Papier gebracht.

Hier finden Sie weitere Informationen und Patientenverfügungen zum herunterladen:

 

Podcast: Soweit bin ich noch nicht

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Im neuen Gesprächsformat „Talk aus der heilbar“ erfährst du alles, was du schon immer über das Sterben, den Tod und das Leben wissen wolltest – direkt, ehrlich, lebensnah und für alle verständlich.

Hier in Folge 5: Soweit bin ich noch nicht
Sozialpädagogin und Psychoonkologin Sabine Kronauer im Gespräch mit Dr. Stefanie Grützner, Onkologin und Palliativmedizinerin zum Thema: Diagnose Krebs – Palliative Versorgung bei Krebspatienten.

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Podcast: Wie kann Abschied gelingen?

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Im neuen Gesprächsformat „Talk aus der heilbar“ erfährst du alles, was du schon immer über das Sterben, den Tod und das Leben wissen wolltest – direkt, ehrlich, lebensnah und für alle verständlich.

Hier in Folge 4: Wie kann Abschied gelingen
Sozialpädagogin und Psychoonkologin Sabine Kronauer im Gespräch mit der Palliativ Care-Fachkraft Sabine Wiedemann.

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„Es geht runter und es geht wieder auf“

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Im Herbst wenn die Dog kürza und koider werden, und die Bam schee langsam ihr Laub verliern, wird´s dem oana oder andern scho schwar ums Herz.

Der November erinnert uns an unsere eigene Vergänglichkeit, macht die Traurigen noch trauriger und die Einsamen noch einsamer. Wir vermissen liebe Menschen, und da ist es egal wie lange jemand schon nicht mehr unter uns ist. Die Trauer hat seine eigene Uhr, und ist immer individuell. Manchmal dauert die Trauer einfach länger, wie die Zeit, die wir den Trauernden zugestehen.

Es ist sehr schwer nachzuvollziehen, wenn ein nahestehender Mensch verstirbt, und der Hinterbliebene in ein großes trauriges Loch fällt, während sich die Welt für all die anderen weiterdreht, als ob nichts geschehen ist.

Eine Frau, deren Mann vor einem halben Jahr verstorben ist, hat mir erzählt, dass sich keine Freunde oder Bekannte mehr bei ihr melden. Anfangs waren die Anrufe und Einladungen noch häufiger. Als sie aber die Einladungen öfters absagte und immer viel weinte, wurde es ganz leise und einsam um sie. Manche haben sogar die Gehwegseite gewechselt, um ja nicht mit ihr ins Gespräch zu kommen. Andere sagten: jetz is doch scho so lang her, dass die Mo verstorm is, jetz reiß di einfach moi zam, dann geht’s scho wieda.

Leider sind das keine guten Ratschläge.

Wenn sie Trauernde in ihren Freundes- oder Bekanntenkreis haben, dann gehen sie bitte nicht auf die andere Straßenseite, sondern fragen sie nach, ohne aufdringlich zu sein. Es sind oft auch kleine Gesten, die Mut geben und die Situation wieder erträglicher machen. Hauptsache man wird nicht allein gelassen! Jeder von uns wäre froh, gute Menschen zu haben, die sich um einen kümmern.

Aber auch wenn man keinen Trauerfall hat, ist die Stimmung für viele im November eher traurig und macht einem antriebslos.

Mir persönlich huift da oft guade Musik. Grod im bayrischen oder österreichischen Dialekt kon ma oft vui bessa verschiedene Stimmungen beschreibm, wia im Hochdeitschn. Haindling bringt des guad auf an Punkt. „Es geht runter und geht wieder auf“

Do ist mei Playlist, vielleicht is ja was für eich dabei.

Haindling – „Es geht wieder auf“ „das ewige Lied“
Dreiviertelblut – „Paradies“ „ Amoi“
Claudia Koreck – “ ´S ewige Lem“,
Pam Pam Ida – „bleib bei mir“, „I muaß geh“
Ringlstetter – „Heller Schein“
Seiler und Speer – „Soits Leben“
Pizzera & Jaus – „s` liad vom Opa“
Martina Schwarzmann – „Weil is Lem so mog“

Und jetz wos mit ganz vui Power

LaBrassBanda – „ Scheena Dog“
Lenze – „Feia“
Ringlstetter, Oimara, Max Kronseder – „Gardasee“

Und wenn ois ned huift dann gibt no de

Riederinger Musikanten – „Lasset und das Leben genießen“

 

Ich wünsch eich ah guade Zeit, ganz egal im welchn Monat
Hedi Schneider
Palliativ Care Fachkraft

Essen und Trinken am Lebensende

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Im neuen Gesprächsformat „Talk aus der heilbar“ erfährst du alles, was du schon immer über das Sterben, den Tod und das Leben wissen wolltest – direkt, ehrlich, lebensnah und für alle verständlich.

Hier in Folge 3: Essen und Trinken am Lebensende
Sozialpädagogin und Psychoonkologin Sabine Kronauer im Gespräch mit der Palliativ Care-Fachkraft Beate Birk.

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Notfalldose für den Kühlschrank

Veröffentlicht am Immer mehr unserer Patienten leben alleine, da gilt es bereits beim Aufnahmegespräch in unsere Palliativversorgung für Notfälle vorzusorgen. Ich rate Patienten und Zugehörigen regelmäßig, eine Notfalldose für den Kühlschrank zu besorgen.

Was ist das?

Diese spezielle Dose enthält die wichtigsten medizinischen und persönlichen Informationen für den Notfall, wie Medikamentenplan, Diagnosen, Kontaktdaten und die Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht in Kopie.

Wofür ist das gut?

Die Notfalldose kann im Notfall vom Rettungsdienst eingesehen werden, erste Informationen können entnommen werden so dass dies die Arbeit des Rettungsdienstes enorm erleichtert. Durch das Darlegen des Patientenwillens können zudem richtige Entscheidungen im Notfall getroffen werden.

Warum wird die Dose im Kühlschrank aufbewahrt?

Der Kühlschrank ist ein Ort, der für jede Hilfsperson auffindbar ist und frei von persönlichen Dingen ist. Hinzu kommt, dass ein Suchen in Schubläden oder Schränken verhindert werden kann. Durch einen Aufkleber an der Wohnungstür (Innenseite) sowie am Kühlschrank erhalten die Rettungskräfte den Hinweis, dass eine solche Box vorhanden ist.

Warum teile ich das?

Ich teile dies, weil ich glaube, dass es wichtig ist, Vorsorgemaßnahmen im Alter zu treffen. Es könnte auch anderen helfen, über die Bedeutung einer Medizinischen Notfalldose nachzudenken und wie sie möglicherweise ein schnelleres Handeln im Notfall möglich macht.

 

Birgit Pagel
Palliative Care Fachkraft

Ergänzende Behandlungen in der Palliativversorgung

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Im neuen Gesprächsformat „Talk aus der heilbar“ erfährst du alles, was du schon immer über das Sterben, den Tod und das Leben wissen wolltest – direkt, ehrlich, lebensnah und für alle verständlich.

Hier in Folge 2: Ergänzende Behandlungen in der Palliativversorgung
Sozialpädagogin und Psychoonkologin Sabine Kronauer im Gespräch mit der Palliativ Care-Fachkraft Beate Birk.

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Der etwas andere „Volksfestanstich“

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Mit der Volksfestzeit verbindet jeder so seine eigenen Erinnerungen. Als Kind geht man mit der Familie hin. Vielleicht sind auch Oma oder Opa mit dabei, die einem neben den Eltern beim Karussellfahren ganz glücklich zuwinken oder sich beim Losen mitfreuen, „ah wenn’s wieder moi ah ziemlicher Schmarrn is“.

Der Alex liegt seit letztem Jahr im November auf dem Waldfriedhof.

Er ist ein lebenshungriger, angstfreier 28-jähriger junger Mann, der jede Gaudi mitmacht, von allen geschätzt wird, als ihn das Lebenskarussell ohne Vorwarnung in voller Fahrt rausgeworfen hat und einfach nicht mehr zusteigen ließ.

Freunde vom Alex hatten die Idee, sich am Friedhof zum besonderen Volksfestansicht zu trefffen. Coco, seine Frau, hat Augustiner besorgt und natürlich gab’s noch Rüscherl, was Alex immer gern getrunken hat. Da standen sie dann am Friedhof und der Alex war mittendrin als ob er mitlacht und mittrinkt und vielleicht auch ah bissl mitwoant.

Und jeder nimmt ihn in Gedanken mit aufs Volksfest, jeder Einzelne mit seinen eigenen Erinnerungen.

Danke Alex, dich werden sie nie vergessen!

Mit Erlaubnis der Witwe veröffentlicht
Hedwig Schneider
Palliativ Care-Fachkraft

„Talk aus der heilbar“ – Das neue Gesprächsformat

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Im neuen Gesprächsformat „Talk aus der heilbar“ erfährst du alles, was du schon immer über das Sterben, den Tod und das Leben wissen wolltest – direkt, ehrlich, lebensnah und für alle verständlich.

Wie geht Abschied nehmen? Was macht eine ambulante Palliativ-Fachkraft? Und viele weitere Fragen….

Die erste Staffel startet am 15. September, weitere sieben- bis zehn-minütige Episoden folgen monatlich, zum streamen auf Youtube und als Podcast auf Spotify.

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